Individuelle Unterrichtsvorbereitung

 

Fehlende inklusive Schulpolitik in Bayern  
Keine Zeit für individuelle Bildung!

Daher lernen wir nun verstärkt zu Hause mit einem eigenen Konzept zur
individuellen Unterrichtsvorbereitung, welches ich selbst entwickelt habe,
da Schulen es nicht leisten können.

 


​Schulversäumnisse im Krankheitsfall, durch Erkrankung der Schulbegleitung
und durch verkürzten Unterricht

Wie viele vielleicht wissen entstehen auch Schulversäumnisse, wenn die Schulbegleitung erkrankt ist, da wir keine Vertretung selbst stellen dürfen. Da wir mit verschiedenen Trägern leider negative Erfahrungen machen mussten und die Schulbegleitungen über einen Träger sehr wenig verdienen, haben wir das persönliche Budget beim Bezirk Oberbayern beantragt.  Wenn die Schulbegleitung allerdings kurzfristig erkrankt, dürfen wir keine Vertretung organisieren und unser Sohn darf die Schule nicht besuchen. Leider kein Einzelfall in Deutschland. Dies ist ein rechtswidriger Schulausschluss. siehe TV Bericht: "Der alltägliche Kampf um Inklusion" br quer


Hat unser Sohn dadurch viel Unterrichtsstoff verpasst, muß er trotzdem an allen Leistungsnachweisen zeitnah teilnehmen, obwohl er einen Nachteilsausgleich hat. Ein Notenschutz ist keine Option für angemessene und inklusive Bildung. Ein Notenschutz verhindert eine Notenbildung und führt dadurch automatisch zu einer Abschulung.  Konnte unser Sohn früher am Unterricht nicht teilnehmen, wurden trotzdem Leistungsproben erhoben über Unterrichtsinhalte, die ihm nicht vermittelt wurden. Obwohl das gesetzlich nicht erlaubt ist:
 

Schulordnung für die Grundschulen in Bayern
 (Grundschulordnung – GrSO) Vom 11. September 2008 GVBl. S. 684)
BayRS 2232-2-K   § 10 Leistungsnachweise

(2) Schriftliche Leistungsnachweise müssen sich aus dem unmittelbaren Unterrichtsablauf ergeben und in der Jahrgangsstufe 4 angekündigt werden.

https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVSO-10



Dadurch konnte er dann nur Vieren und Fünfen erzielen. Eine Sonderpädagogin
meinte sogar einmal zu mir "Das ist doch großartig, wenn er noch eine 4 oder 5 schreibt, obwohl er zuvor 8 Monate nicht am Unterricht teilnehmen durfte".
W
eil die zuständigen Behörden (Jungendamt Starnberg und Bezirk Oberbayern)
sich ca. 2 Jahre lang um die Zuständigkeit stritten, konnte 8 Monate lang keine Schulbegleitung bei 14 Trägern gefunden werden. Unser Sohn konnte 8 Monate nicht zur Schule gehen. Das Jugendamt Starnberg verweigerte uns das Persönliche Budegt für eine Schulbegleitung mit den Worten "Persönliches Budget hat hier in Starnberg noch niemand für eine Schulbegleitung bekommen". Die Kosten für eine Fernschule
bei der Web-Individualschule wollten sie auch nicht übernehmen.
Das ist schon wirklich eine Dreistigkeit.

Mit unserer neuen Vorbereitungsmethode schreibt unser Sohn nun nur noch Einsen und Zweien und konnte in seinem Zwischenzeugnis/Zwischeninformation zum
Übertritt einen Notendurchschnitt von 1.6 erreichen.

 

Dadurch hat unser Sohn nun wieder Freude am Lernen, weil ich individuell auf ihn eingehen kann. Durch das Probentraining verliert er seine Versagensängste und
dies stärkt sein Selbstvertrauen.

Natürlich wären moderne Schulen ohne Noten mit individueller Bildung in kleineren Klassen viel besser, aber solange das unser Staat nicht ermöglichen kann und keine visionären Entscheider entsprechende Veränderungen zulassen, müssen wir Eltern nach neuen Wegen suchen, da eine segregierende Förderschule das Gegenteil
von inklusiver Bildung ist.

 

So mache ich nebenbei nun noch meine Grundschullehrausbildung,
um die Defizite der Schulen auszugleichen. Mit moderner Lernsoftware, iPad und Pencil macht es Kindern wieder Spaß zu lernen und es geht auch viel schneller, als mit schlecht kopierten Einzelblättern der Schule. Wir haben dafür zahlreiche Fachbücher erworben, mit denen Lernzielkontrollen gemacht werden können. Dadurch kann das Kind sehr selbständig arbeiten und sehen, wo es noch Unterstützung benötigt. Dadurch wird die Lehrkraft zu einer Lernbegleitung.

Solch ein minderwertiges Schulsystem brauchen wir nicht, wollen wir nicht.
Wir wollen ein neues und gerechteres Schulsystem, dass für alle Kinder eine bestmögliche Bildung ermöglichen kann und auch die Lehrkräfte wieder zufriedener werden, da diese sich über das marode, nicht transparente, nicht wirklich partnerschaftliche Schulsystem natürlich nicht beschweren dürfen. Deshalb ist es die Aufgabe der Eltern. Wir sind in der Pflicht dies für unsere Kinder einzufordern und dafür brauchen wir eine starke Lobby.
 

 

Wir Eltern dürfen nicht länger wegschauen. Wenn ein Kind ängstlich ist, oft weint oder aggressiv wird, dann kann das auch von der Schule kommen. Es sind nicht immer nur die Eltern schuld und das Jugendamt ist dafür in keinster Weise ausgebildet, nein noch schlimmer, sie dürfen die Schule nicht kritisieren. Das Kinder nicht trinken dürfen, wenn sie möchten oder jederzeit auf die Toilette dürfen, lässt nicht auf einen Ort schließen wo Kinder gerne sein möchten.
 

Natürlich sind daran nicht die Lehrkräfte schuld, sondern die mangelnde Unterstützung durch die Politik, die die Lehrpläne immer voller packen, zu große Klassen und zu wenig Offenheit an den Schulen.
 

In all den Jahren bei drei Kindern habe ich erst eine Schule, eine Schulleiterin erlebt, wo Kinder richtig glücklich waren und sich auf diese Lehrerin jeden Tag freuten und traurig waren, wenn das Wochenende kam. Doch das paßte den bayerischen Bestimmern nicht. So mußte diese Lehrerin die Schule vorzeitig verlassen, weil sie zu kritisch und zu menschlich war und die Missstände zum Thema machte. Was Lehrkräfte dann vom Dienstherrn erleben müssen, haben diese Lehrer nicht verdient und dafür erhebe ich meine Stimme.

Susann Dohm
Botschafterin für inklusive Bildung

Büroanschrift:
Von-der-Tann-Straße 31
82319 Starnberg
Deutschland

Verantwortlich: 
Susann Dohm
Botschafterin für inklusive Bildung

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