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Asperger Autismus Landkreis Starnberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider gibt es im Landkreis Starnberg bisher keine inklusive Schulbildung. Daher werden Schüler mit der Diagnose Asperger Autismus aus dem Schulsystem ausgeschult, wenn diese Kinder mit Behinderungen es nicht schaffen, sich wie Kinder ohne Behinderungen im bisherigen Schulsystem anzupassen.

Da diese ständige Überforderung "nichtbehindert zu sein" zu einer Belastungsreaktion führen kann und Schüler mit dem Asperger Autismus dann zu starken Komorbiditäten führen.

"Eine Komorbidität ist ein weiteres, diagnostisch abgrenzbares Krankheitsbild oder Syndrom, das zusätzlich zu einer Grunderkrankung (Indexerkrankung) vorliegt. "
https://de.wikipedia.org/wiki/Komorbidit%C3%A4t#:~:text=Eine%20Komorbidit%C3%A4t%20ist%20ein%20weiteres,die%20englische%20Bezeichnung%20lautet%20comorbidity.

 


Kinder mit einem Asperger Autismus können in zwei Gruppen beobachtet werden :

1. Gruppe
Diese Kinder wirken eher sehr ruhig und sind oft  sehr unsicher.
Sie möchten dazu gehören und keine Fehler machen. Sie reagieren auf Kritik mit einer nach innen gerichteten Kraft. Diese Kinder können dann starke Ängste und Zwänge entwickeln und werden von den Mitschülern häufig gemobbt oder als Sonderling abgestempelt, wenn sie sich zurückziehen. Durch die ständige Belastungssituation "sich anzupassen", können sie sich nicht auf das Lernen konzentrieren und bekommen häufig starke Migräneanfälle, Bauchschmerzen, Schwächeanfälle oder sogar Depressionen.

2. Gruppe
Diese Kinder wirken eher ruhelos, sind ständig in Bewegung. Sie reagieren häufiger mit einem Overload/Meltdown, wenn sie einer ständigen Überforderung ausgesetzt werden und sie die "angemessenen Vorkehrungen" in der Schule nicht erhalten. Diese Kinder werden im Landkreis Starnberg noch immer abgeschult und müssen oft eine weit entfernte Einrichtung für schwer erziehbare Kinder besuchen, obwohl sie dort überhaupt nicht hingehören, da sie nicht schwer erziehbar sind, sondern eine Behinderung haben, die als "Asperger Autismus" bezeichnet wird. Diese Kinder sind oft bish zu ca. 5 Stunden im Schulbus unterwegs und müssen ca. 50 km zur Förderschule fahren, da die Fünf-Seen-Schule in Starnberg diese Kinder nicht aufnimmt. 

Overload bezeichnet man eine exogene Reizüberflutung, die im Rahmen von Autismus-Spektrum-Störungen auftreten kann. Die Intensität oder Menge der Reize überfordern die Betroffenen so, dass sie den Reizen ausweichen wollen. 

 


Das Recht auf inklusive Schulbildung und die konventionskonforme Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention Artikel 24 ist in Bayern nur durch "angemessene Vorkehrungen" zu ermöglichen. Dazu zählt eine ausgebildete inklusive Schulbegleitung, mit einer Lohnfortzahlung im Krankheitsfall des Kindes, an Feiertagen und  während des Urlaubs, solange die Schulen kein pädagogisches Inklusionskonzept entwickeln konnten, da in Bayern alle Schulen zur inklusiven Bildung verpflichtet sind. 

Die inklusive Schule ist ein Ziel der Schulentwicklung aller Schulen in Bayern und inklusiver Unterricht ist Aufgabe aller Schulen (BayEUG 30b)

 

Integration ist nicht Inklusion


Das Leitbild der UN-Behindertenrechtskonvention
ist die Inklusion und nicht die Integration

 

Inklusion ist kein sonderpädagogischer, sondern als ein allgemein-pädagogischer Anspruch zu verstehen und ist somit laut UN-BRK zwar ein Menschenrecht für Menschen mit Behinderungen, verlangt aber qualitativ hochwertige Bildung für ALLE Schüler*innen, was nur durch eine konventionskonforme Umsetzung der UN-BRK ermöglicht werden kann.

 

Die Begriffe Inklusion und Integration werden häufig zusammen verwendet. Doch Integration ist nicht bedeutungsgleich mit Inklusion und ist auch keine Vorstufe der Inklusion. Integration unterscheidet zwischen Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung und meint lediglich die Eingliederung von Menschen mit Behinderung in eine ansonsten gleichbleibende, unveränderte Umgebung.

Aus diesem Grunde wird hier auch der Begriff „sonderpädagogischer Förderbedarf“ verwendet, weil bei der Integration immer nur auf die Defizite geschaut wird und wie diese beseitigt werden können. Deshalb kann der Begriff „sonderpädagogischer Förderbedarf“ mit der Integration verbunden werden.

Sonderpädagogik

"Die Entstehung der Sonderpädagogik ist ein Ergebnis der Separation, durch die Aussonderung von Kindern mit Behinderungen in Sonderschulen. Dort werden sie weiter differenziert, nach der Art ihrer Behinderung in Körperbehinderte, Sprachbehinderte, Lernbehinderte, geistig Behinderte, Hör-/Sehgeschädigte und Verhaltensauffällige. Das nächstliegende Motiv für eine solche starke Differenzierung in möglichst homogene Gruppen ist die mögliche Effizienz des Unterrichtes, besonders des Frontalunterrichts. Der Lehrer braucht sich nicht für jeden Schüler einzeln vorzubereiten, die Schulen müssen sich nur auf eine Behinderung baulich einstellen und vieles mehr."

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Separation_(P%C3%A4dagogik)

 

 

„Im Gegensatz zur Integration will die Inklusion nicht die Kinder den Bedingungen der Schule anpassen, sondern die Rahmenbedingungen
an den Bedürfnissen und Besonderheiten der Schülerinnen und
Schüler ausrichten.“

 

Inklusion geht dagegen von der Besonderheit und den Bedürfnissen eines jeden einzelnen Menschen aus und meint die Anpassung der Umgebung an dessen individuellen Voraussetzungen. Das bedeutet, dass die Umgebung grundsätzlich barrierefrei gestaltet sein muss, damit alle Menschen – ob mit oder ohne Behinderung oder chronischen Erkrankungen – ein Wahlrecht hinsichtlich der Art und Form der von ihnen benötigten Unterstützung haben. Doch dafür benötigt die Bildung hochwertige und individuelle Pädagogik.

 

Das Leitbild der UN-Behindertenrechtskonvention ist

die Inklusion nicht die Integration.

 

Die Inklusion verlangt die Anpassung der Umwelt an die individuellen Bedürfnisse des Menschen mit Behinderung. Gemeint ist nicht etwa umgekehrt ein Anpassungszwang der betreffenden Person oder gar ihr Ausschluss aus dem allgemeinen Bildungssystem.

Der Artikel 24 UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Deutschland,
das Recht auf Bildung durch ein inklusives Bildungssystem in allen Bereichen zu verwirklichen. Dazu gehören Vorschulbildung, Grund- und weiterführende Bildung sowie Hochschulbildung, berufliche Bildung und lebenslanges Lernen, außerschulische und soziale Aktivitäten aller Lernenden. In der UN-Behindertenrechtskonvention steht nicht, dass Kinder mit einem "sonderpädagogischen Förderbedarf" ein Recht auf Inklusion haben, sondern "Menschen mit einer Behinderung".

 

Nach Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention dürfen Menschen
mit Behinderungen nicht weiter vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden. Vielmehr ist ihnen ein Zugang zu einem inklusiven und hochwertigen Unterricht an wohnortnahen Grundschulen und weiterführenden Schulen zu gewähren.

 

Der Begriff "sonderpädagogische Förderbedarf" wird in Bayern benutzt,
um die nichtbehinderten Kinder mit "sonderpädagogischen Förderbedarf" (auch als I-Kinder oder Inklusionskinder bezeichnet) in die Inklusionsquote
mit einrechnen zu können. Denn bisher wird dieser sehr wichtige Unterschied in der Statistik "Amtliche Schuldaten" nicht erfasst.

Somit ist eine korrekte Berechnung der Inklusionsquote in Bayern
derzeit gar nicht möglich.

 

Seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention steht das Sonder- Förderschulsystem somit im Widerspruch zur UN-BRK. Der UN-Ausschuss macht deutlich, dass sich Staaten, die neben dem "regulären" Schulsystem ein Sonder- Förderschulsystem weiter aufrechterhalten, in Widerspruch zur Verpfllichtung aus Artikel 24 der UN-BRK stehen, da diese ein "hochwertiges inklusives Bildungssystems" verlangt.

Schüler die weiterhin zu einem Besuch der Sonder- Förderschule gezwungen werden, weil inklusive Schulplätze fehlen, könnten dadurch Anspruch auf Schadensersatz haben, wenn ihnen dadurch die Teilhabe
in der Gesellschaft verhindert wird und dadurch ein selbständiges Leben als Erwachsene verwehrt bleibt.

Die Bildungsministerien müssen nachweisen und sicherstellen, dass alle bisherigen Mittel, in die Förderung und Entwicklung hochwertiger inklusiver Schulbildung investiert werde.

Quelle:
 
https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/ANALYSE/Wer_Inklusion_will_sucht_Wege_Zehn_Jahre_UN_BRK_in_Deutschland.pdf?fbclid=IwAR0AiXbsEeSQMGiuYKUdN_G03SMkSCnvTfAAw4H0md7Y37pAfLs4WOMK5ec

Zweiter und dritter Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen Unterrichtung durch die Bundesregierung Juli 2019
 

„Gemäß Art. 20 Abs. 1 GG ist die Bundesrepublik Deutschland ein Bundesstaat. Bund und Länder nehmen daher ihre verfassungsgemäß festgelegten Aufgaben auf ihren Ebenen grundsätzlich selbstständig wahr. Durchgriffsrechte der Bundesregierung auf die Länder bestehen in der Regel nicht. Bund und Länder sind deshalb gleichermaßen in der Verantwortung, die UN-BRK zu verwirklichen und das deutsche Recht im Lichte der Konvention weiterzuentwickeln. Durch die Ratifikation der Konvention ist diese in das deutsche Recht eingegangen, steht im Range eines einfachen Bundesgesetzes und bindet gemäß Art. 4 Abs. 5 UN-BRK Bund und Länder. Für Behörden und Gerichte ist sie zugleich Hilfsmittel bei der Auslegung von Normen. Verfassungsrechtlich ist es geboten, die UN-BRK als Auslegungshilfe für die Bestimmung von Inhalt und Reichweite der Grundrechte sowie des Rechtsstaatsprinzips heranzuziehen.

Verbindlich sind nur die Sprachfassungen in den UN-Sprachen.
Die seit 2011 vorliegende deutsche Übersetzung gehört nicht dazu.“

 

Quelle:
https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/117/1911745.pdf?fbclid=IwAR3h74h8u732AChOS2kkLVf2oaRoleqq0tM5BDv5Mw-6TtQMxtwfbzYYpT8

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Büroanschrift:
Von-der-Tann-Straße 31
82319 Starnberg
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Verantwortlich: 
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Botschafterin für inklusive Bildung

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